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Dez
19

hessnatur entwickelt biologisch abbaubaren Bienenwachs-Parka

Die Natur zeigt, wie es geht

hessnatur entwickelt biologisch abbaubaren Bienenwachs-Parka

Bienenwachs-Parka von hessnatur

Eine kräftige, gewachste Oberfläche in olivgrün, verstärkte Nähte, ein hoch schließender Kragen mit Kapuze – der Wachsparka, der im Laden des Butzbacher Naturmodelabels hessnatur auf dem Kleiderbügel hängt, sieht auf den ersten Blick aus wie eine ganz gewöhnliche Outdoorjacke. Doch die Unterschiede des innovativen wind- und wasserabweisenden Parkas stecken im Detail: In zweijähriger Entwicklungsarbeit ist es gelungen, reine Bio-Baumwolle in Kombination mit natürlichem Bienenwachs zu einem funktionalen Gewebe zu verarbeiten. Das Ergebnis: Eine Outdoorjacke aus 100 % Bio-Baumwolle mit einer Wachsschicht aus Bienenwachs, zu 100 % biologisch abbaubar.

Googelt man das Wort „Wachs“, stößt man auf Worte wie Gewebe und Wabe und damit unweigerlich auf Bienenwachs. Das von den Honigbienen produzierte gelbe Naturwachs wird hauptsächlich für die Kerzenproduktion verwendet, gerne auch in der Kosmetik. Über den Einsatz in der Textilindustrie findet sich kaum ein Vermerk. Genau darin lag die große Herausforderung bei der Entwicklung des hessnatur-Wachsparkas – „es gab bis dato noch nichts Vergleichbares“, erklärt Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsibility bei hessnatur. „Für handelsübliche Regen- und Wachsjacken wird entweder mit Synthetikfasern gearbeitet oder man verwendet erdölbasierte Paraffine und toxische Fluorcarbone für die Wachsimprägnierung.“

Die Natur zeigt, wie es geht
Rolf Heimann, seit über 20 Jahren in der Branche tätig, und sein Team experimentierten zunächst mit Bio-Baumwollfasern. In Dänemark fand man schließlich einen Konfektionär, der ein robustes und langlebiges Bio-Baumwollgewebe für die „Außenhaut“ der Jacke mit modernen Parka-Elementen lieferte. „Im Gegensatz zu vergleichbaren Synthetik-Fasern ist Atmungsaktivität eine natürliche Eigenschaft der Bio-Baumwolle. Da Baumwolle auch besonders saugfähig ist, war es notwendig, sie für nasses Wetter weiter zu bearbeiten und für eine Imprägnierung zu sorgen“, so der Ingenieur. Hier habe man nach einer natürlichen und ökologischen Lösung gesucht und schließlich die Wachse der Bienen, aber auch von Pflanzen für sich entdeckt. „Die natürlichen Rohstoffe ziehen in das feste Außengewebe aus Bio-Baumwolle ein; dank dieser Imprägnierung perlt das Wasser an der Außenhaut der Jacke ab, die innen trocken bleibt. Die Natur zeigt, wie es geht“, ist Heimann überzeugt, der derzeit an der Internationalen Kunsthochschule für Mode ESMOD in Berlin das Thema „Sustainability in Fashion“ lehrt.

Wie eine zweite Haut
„Öko-Mode war in den 1990er Jahren noch eine Haltungsfrage, heute haben die Kunden den Anspruch, nachhaltige Textilien mit Design und Funktionalität zu kaufen“, so Denise Marie Rupp, Leiterin Design bei hessnatur. „Dazu gehören zum Beispiel wind- und wasserabweisende Eigenschaften und Tragekomfort.“ Im Sinne einer nachhaltigen Produktion sollen alle Materialien und Farben biologisch abbaubar sein – und all das ohne den Einsatz von synthetischen Fasern und Membranen, wie sie bei Outdoorjacken üblich sind. „Das haben wir mit unserer Wachsjacke erreicht“, so Heimann. Um für einen hohen und hautfreundlichen Tragekomfort zu sorgen, hat das Unter-nehmen ein Futter aus 100 % reiner Schurwolle eingebaut. Im Vergleich zum synthetischen Nylonfleece beschere die naturbelassene Wolle durch ihre hervorragenden klimatischen Eigenschaften dem menschlichen Körper ein angenehmes Tragegefühl – Schurwolle sei in ihrer Beschaffenheit den Eigenschaften der menschlichen Haut sehr ähnlich, weiß Mohamed El Houari, der das Projekt als Materialexperte bei hessnatur begleitet hat. Laut einer Studie der Universität Graz, die Schurwolle als Funktionsfaser im Vergleich mit künstlichen Funktionsfasern mit mehreren Leistungssportlern getestet hatte, sei dem Naturmaterial weitaus mehr zuzutrauen.

Eine „saubere“ Alternative
Die Baumwolle für die Jacke wird biologisch angebaut, d.h. sie wächst ohne den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Ebenso wie die Schurwolle für das Innenfutter erhält sie keine umweltbelastende Hochveredelung wie beispielsweise Fluorcarbone, und auch beim Färben setzt hessnatur auf unbedenkliche Farbstoffe. In puncto Sozialstandards sind Mitarbeiter des Naturmodelabels regelmäßig vor Ort, um diese zu kontrollieren und ihre Umsetzung sicherzustellen. Geprüft wird nicht nur von hessnatur selbst, sondern auch von den Auditoren der unabhängigen Fair Wear Foundation, die sich für gerechte Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie stark macht.

Ab in den Bio-Müll
Was passiert mit der stabilen Jacke, wenn sie – hoffentlich erst nach vielen Jahren – ausgedient haben sollte? Baum- und Schafwolle sowie Bienenwachs sind biologisch abbaubar. Da bei der Entwicklung dieser Outdoorjacke auf eine chemische Hochveredelung verzichtet wurde, könnte das, was von der Jacke eines Tages übrigbleibt, bedenkenlos in den Kreislauf natürlicher Systeme zurückgeführt werden. Fazit: Funktionale Kleidung braucht heute nicht mehr zwangsläufig umweltschädliche Stoffe, Imprägnierungen und Produktionsweisen. Es gilt, Materialien einzusetzen, die human- und umwelttoxikologisch unbedenklich sind.

Naturmodelabel

Kontakt:
Hess Natur-Textilien GmbH
Michael Krause
Marie-Curie-Straße 7
35510 Butzbach
06033991221
presse@hess-natur.de
http://www.hessnatur.com

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